WAR WITH THE NEWTS – Dead Eyes Demo-CD

Grunge also… verrät zumindest der Beipackzettel. Sind Nirvana und Soundgarden nicht Grunge? Kurt ist tot und mit ihm Grunge. Ich fand diese Schublade schon in den Neunzigern total nichtssagend und überflüssig, doch glücklicherweise haben die drei Wahlberliner (Alexandre, Juan und Kostia kommen ursprünglich aus Frankreich, Spanien und der Ukraine) nichts mit Nevermind oder Black Hole Sun gemein, sondern servieren mir eine ungestüme Mixtur aus melodischem Hardcore und rotzigem Punk. Das wirkt zuweilen etwas holprig, unausgegoren und etwas zu wild zusammengewürfelt. Die Band gibt es auch erst seit November 2016 und das merke ich den vier Songs an, dass sie nicht lange gereift sind… da fehlt es an Finetuning, was ziemlich schade ist, da sie durchaus Potential bergen. Gerade der kehlige Gesang gefällt mir recht gut. Als Referenzen werden Kapellen wie The Bronx oder The Rattlesnakes genannt, von denen mir noch nicht ein einziges Lied zu Ohren gekommen ist. Die Songtitel lassen vermuten, dass es in den vier Liedern über eine ausgestorbene Hai-Art, einen Schnurrbart aus Arschhaaren, Kastraten und Römersalat mit Parmesan gehen könnte, Texte liegen leider nicht bei und sind auch im Internet nicht einsehbar. Finde ich immer schade und unverständlich, wie sich eine Band von vornherein nur aufs musikalische beschränkt, aber wer seine Kapelle „Krieg mit den Salamandern“ nennt, hat vielleicht auch nicht so viel zu sagen…

Facebook, Bandcamp