SLYMER – Slapstick Surgery Tape

Irgendwie scheint das sympathische Label mit der schwarzen Katze (mein aufrichtiges Beileid nach Potsdam!) einen ziemlich guten Draht in den hohen Norden zu haben, denn gefühlt stammt hier jede zweite Veröffentlichung aus der hässlichsten Stadt in Schleswig Holstein. Nach Affenmesserkampf und Die Bullen folgt mit SLYMER der nächste Streich aus dem Kieler Klüngel Konvolut. Würden sich die Leute von Tackleberry, Power und Moms Demand Action zum um die Wette furzen treffen, gäbe es das Ergebnis wahrscheinlich wenig später auch bei Black Cat Tapes auf Magnetband zu erwerben. Zurück zum Produkt: Slymer machen Metal. Trash-Metal. Hab ich absolut überhaupt keinen Bezug zu, keine Referenzen im Sinn und keinen Plan von. Ich hab vor zwanzig Jahren mal ne CD von Tankard besessen und fand die voll cool, weil es viel um Bier ging und das Artwork richtig fies ausgesehen hat. Ich hab allerdings keine Ahnung, ob die Erwähnung dieser Band eher einem Ritterschlag oder einem Rüffel gleich kommt und leider kann ich dir auch wieder nichts über die Inhalte erzählen. Bei dem Gekreische verstehe ich nämlich kein einziges Wort und Texte zum Nachlesen gibt es wieder nicht, aber darauf möchte ich nicht schon wieder rum reiten, die schwarze Katze hat bei kommenden Veröffentlichungen nämlich Besserung gelobt. Die Liedtitel versprechen Songs über den Tod von Lindsay Lohan, die aber laut Wikipedia noch lebt, den Hundegott Inugami, laut Wikipedia ein Wesen der japanischen Mythologie, das Leben als John Doe, laut Wikipedia das Pendant zum deutschen Max Mustermann und den Train Of Bombs, laut Wikipedia ein Zug aus Bomben. Das Original Artwork der schon 2015 erschienen LP wirkt etwas befremdlich. Ein verrückter Professor mit Bierdosenmütze, eine halbe nackte Frau (nicht halbnackt) und diese fürchterliche grüne Nervensäge aus den Ghostbusters Filmen, erinnert mich so aber wieder an die eingangs erwähnten Tankard, die mangels Ahnung schon wieder als Bezugspunkt herhalten muss. Mein Fazit: Mucke knallt ganz ordentlich, schön kreischige Stimme in hoher Tonlage. Schlecht für Menschen mit Hyperakusis… frag dein Wikipedia selbst, was das bedeutet. Metal, bzw. Trash-Metal ist gar nicht so schlimm, wie ich befürchtet habe und die vier Jungs sehen auch ganz sympathisch aus. Gehören lange Haare und Jeanswesten eigentlich nicht mehr zur Grundausstattung?

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