OH JESSES! – Was ist das denn?

Germersheim. Hochburg des Punk in Rheinland-Pfalz. Von den 20.000 Einwohnern sind mindestens drei Punks. Germersheim, einer von neun deutschen Produktionsstandorten des größten deutschen Behälterglasproduzenten Ardagh Glass Germany GmbH. Germersheim die Stadt über die sogar die Deutschpunk-Legende Razzia einen Song geschrieben hat… Schatten über Germersheim. Germersheim, Herkunft einer Punkrock-Kombo, die zuerst unter dem Namen „Is Nich“ für Furore sorgte, ehe sie sich in „Nix Is!“ umbenannten und schließ- und schlußendlich unter dem Namen „Oh Jesses!“ ihrer Heimatstadt zu Weltruhm verhelfen werden. Nach einem guten Jahr Bandbestehen und 4 Konzerten in 4 Bundesländern kommt nun mit dieser Demo-CD ein erstes musikalisches Ausrufezeichen aus der Pfälzischen Provinz. 5 mal Deutschpunk (inkl. Schleim-Keim Cover), der rumpelt und pumpelt und natürlich haben die Drei keinerlei Ambitionen und scheissen einen Dicken Haufen in den Fronte Lamotte. Scheiss auf Germersheim. Oh Jesses! (Bedeutung: soviel wie „Oh Jesus“ oder „Oh mein Gott“ wenn man etwas unglaublich schreckliches oder schräges hört oder sieht) sind vielleicht am ehesten mit den Pestpocken oder Auweia! bei ihren ersten Gehversuchen zu vergleichen. Musikalisch limitierter Uffta-Uffta Sound mit zum Teil einfach gestrickten Texten „Du hasst Tiere, Du hasst Träume, Du hasst Menschen, Du hasst Bäume, Du hasst Drogen, Du hasst Mich, Du hasst Liebe, Du hasst Dich…“ Absolut erdiger und ehrlicher Deutschpunk und wenn ihr mehr Songs im Stile von „Alte Geister“ fabriziert, werdet ihr bestimmt so reich und berühmt wie die Pestpocken oder Auweia!. Etwas unglaublich schreckliches oder schräges habe ich hier nämlich nicht gehört. Außerdem ist euer Schlagzeuger ein total knuffiger. Normalerweise sind Schlagzeuger ja der Enddarm einer Band, zumeist unansehlich, die stille und unbeachtete Rhythmusfraktion, die nicht grundlos immer ganz hinten im Schummerlicht sitzen muss. Aber Fienchen ist ein Klassetyp, den hab ich voll gern und ihm und der Band wünsche ich noch viele weitere Konzerte, getränkt mit Weinschorle und jeder Menge Spaß. Wenn du Bock auf unkomplizierte Typen hast und mit rumpeligem Deutschpunk etwas anfangen kannst, lass ihnen mal einen Like auf Facebook da und lade die Drei ruhig mal in dein Städtchen ein.

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