HELLPETROL – VI CD

Es gibt so Bands, die spielen mittelmäßigen Punkrock ohne großen Überraschungsmoment, die schwimmen in der grauen Masse und trotzdem finde ich die ganz gut, weil da Menschen mitspielen, die ich kenne, kennen gelernt habe und mag und die persönliche Note übertüncht dann die Objektivität. So ging es mir damals mit den BECKS STREET BOIS aus Wiesbaden, bei denen der von mir sehr geschätzte Freund und Kollege Falk Fatal das Mikrofon bediente. Nun ist diese Band Geschichte und Falks neue Band FRONT würde ich auch ohne persönliche Verbundenheit abfeiern. Warum ich dir das an dieser Stelle erzähle? HELLPETROL aus Düsseldorf erinnern mich musikalisch und stimmlich ziemlich stark an eben erwähnte Band, nur leider fehlt mir hier der Bezug, um sie aus dem Mittelmaß heraus stechen zu lassen. Auf der sechsten Veröffentlichung (deswegen der einfallsreiche Albumtitel) befinden sich fünf Songs, die kleine Alltagsgeschichten erzählen über das Leben an sich, das Leben in der Stadt oder die Suche und Sucht nach stetigen Neuerungen. Textlich etwas verschwommen und undeutlich formuliert, so dass mir hier die klare Aussage fehlt bzw. die jeweilige Intention hinter den Songs verborgen bleibt. Schon recht eingängiger Punkrock, musikalisch ganz ansprechend vorgetragen, vor allem aber textlich mit dem Hang zur Belanglosigkeit. Die fünf Songs wurden in Eigenregie aufgenommen und jetzt soll wieder live gekesselt werden. Deswegen sucht die Band Leute, die es für eine gute Idee halten, sie in ihrem Keller rocken zu lassen… zum Keller aufräumen würde ich sie schon einladen.

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