FABRIK FABRIK – s/t LP

Düster und finster und vor allem monoton stampfen sich Fabrik Fabrik in mein Gehirn. Langsam und bedrohlich und vor allem monoton walzen sie alles nieder. Jeden Gedanken an Glück, Freude und Begeisterung ersticken sie mit einer dichten Soundwand, Stakkato Textfragmenten, die sich schwer deuten lassen und vor allem Monotonie. Musikalisch erinnert das stark an Loxiran, was die vier Berliner hier auf ihrer Debut-Veröffentlichung aus den Boxen knallen, oder einer abgespeckten Version von Cave Canem, eben monotoner. Die acht eigenen Songs ähneln sich sehr, vom Aufbau, von der Art die Texte ins Mikro zu keifen und von der Stimmung, die sie erzeugen. Eintönig, einförmig, langweilig, stumpfsinnig, öde und ermüdend sind dafür genau die passenden Synonyme und wer möchte schon freiwillig in solch eine Atmosphäre versetzt werden? Vielleicht der passende Soundtrack für eine wenig fordernde Arbeit in der Fabrik? Ein etwas genauer Blick, bzw. ein konzentriertes Ohr offenbaren dann aber kleine feine Nuancen, die einzelnen Songs wirken erst nach permanenter und vor allem lautstarker Beschallung und entfalten ihr ganzes Spektrum. Leider ist die Art des Textens der größte Schwachpunkt dieser Scheibe: „Immer neu, ganz anders weiter. Immer neu, nicht stehen bleiben. Ohne Blick nach vorn. Bahnbrechend ausbrechen. Doch den Blick verloren. Zurück schon garnicht. Auf dem Gipfel ohne Ausblick… (aus „In Bahnen“). Das gibt mir nix, da kann ich mich nicht wiederfinden, das verstehe ich nicht, das ist mir zu viel Lyrik und Poesie. Der letzte Song, ein Cover von Slimes „Der Tod ist ein Meister ein Deutschland“ gehört zu den stärksten Liedern auf dieser Platte, auch weil Fabrik Fabrik ihn nicht plump nachspielen, sondern in ihrer eigenen monotonen Art und Weise interpretieren und hier endlich mal ein Stück am Start ist, in dessen Text sich ganze Sätze befinden und das zumindest musikalisch so etwas wie eine Melodie andeutet. 9 Songs, releast via Phantom Records in düsterem, schlichtem… monotonem Artwork. Fabrik Fabrik sind schwere Kost und nicht leicht verdaulich, aber Renni räumt den Magen auf.

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